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Corona-Maßnahmen verschärft : „Harte Wochen“ für Madrid

Bewohner des Madrider Stadtviertels Vallecas demonstrieren für eine bessere medizinische Versorgung Bild: AP

Wegen stark zunehmender Corona-Fälle gelten in Madrid seit heute in acht weiteren Gesundheitsbezirken Ausgangsbeschränkungen. Die Armee soll den Kampf gegen die Pandemie mit 7500 Soldaten unterstützen.

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          Madrid weitet die Ausgangsbeschränkungen aus. Am Freitag wurden die Restriktionen über weitere acht sogenannte Gesundheitsbezirke verhängt, die seit Montag schon in 37 dieser Bezirke der Hauptstadtregion gelten. In den betroffenen Vierteln sollen von nächster Woche an fünf Millionen Antigen-Schnelltests zum Einsatz kommen, die die Regierung gekauft hat.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Von Montag an wird die Armee den Kampf gegen die Pandemie unterstützen. Das Verteidigungsministerium hat dafür mehr als 7500 Soldaten in Aussicht gestellt. Bisher halfen Soldaten schon bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Nun könnte die Armee wie schon im Frühjahr bei Aufgaben des Zivil- und Katastrophenschutzes helfen. Die Regionalregierung hat bereits 222 zusätzliche Polizisten angefordert, die die Einhaltung der Einschränkungen überwachen sollen.

          Gesundheitsminister Salvador Illa forderte die Madrider Regionalregierung am Freitag auf, die Ausgangsbeschränkungen auf die gesamte Region und alle 6,7 Millionen Einwohner auszudehnen und besonders die Gastronomie stärker einzuschränken. Die Einwohner sollten dazu aufgerufen werden, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen, empfahl Illa. Madrid müsse „mit Entschiedenheit“ handeln, denn es stünden „harte Wochen“ bevor. In Madrid waren seit Anfang August mehr als 100.000 Neuinfektionen registriert worden, mehr als 3200 Covid-Infizierte mussten seitdem im Krankenhaus behandelt werden.

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