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Corona-Lage in Süditalien : Aufrufe zur Revolution

Italienische Carabiniere müssen in Palermo nun auch Einkaufsläden bewachen (Symbolbild) Bild: EPA

In Süditalien drohen Menschen mit „Sturm auf die Paläste“. Der Geheimdienst warnt vor sozialen Unruhen. Schon gab es versuchte Plünderungen. Die wirtschaftliche Lage der Region ist wegen Corona fatal.

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          Der Schreck von Palermo vom Donnerstag ist der Regierung in Rom sichtlich in die Glieder gefahren. Am Samstagabend wandte sich Ministerpräsident Giuseppe Conte mit einer kurzfristig angesetzten Fernsehansprache an das Volk und versicherte: „Lo Stato c’è!“ (Der Staat ist da für euch). Per Erlass gab Conte mit sofortiger Wirkung 4,3 Milliarden Euro frei. Das Geld soll von den Kommunen an die Bedürftigsten verteilt werden, mit Einkaufsgutscheinen und Lebensmittelpaketen, aber auch durch Barmittel.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Am Donnerstagnachmittag hatte ein gutes Dutzend Kunden in der Lidl-Filiale an der Viale della Regione Siciliana im Nordwesten Palermos seine vollgepackten Einkaufswagen zu den Kassen geschoben. Dann gingen die „Einkäufer“ mit ihren Wagen jedoch kurzerhand an den Kassen vorbei und machten sich davon. Die Filialleitung rief die Polizei. Die traf bald ein und brachte die Lage wieder unter Kontrolle. Seither stehen in Palermo vor allen Supermärkten und Einkaufszentren, in denen große Lebensmittelgeschäfte untergebracht sind, Polizisten und Carabinieri samt Einsatzfahrzeugen und Mannschaftswagen.

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