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dramatische Zustände in Spanien : In den Betten der Altenheime liegen die Toten

Ausnahmezustand: Angehörige der Militärischen Nothilfeeinheit vor einer Madrider Eishalle, die als Leichenhalle dient Bild: AFP

Soldaten finden in Seniorenheimen die Leichname von Infizierten, die Krematorien sind überlastet, für Bestattungen gibt es eine Art Drive-through – die Zustände in Madrid sind dramatisch. Und außerhalb der großen Städte ist die Lage oft nicht besser.

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          Die roten Militärfahrzeuge halten am Lieferanteneingang. Soldaten entladen einen Sarg nach dem anderen und tragen ihn in den „Eispalast“. „Dir gefallen Gefühle?“, fragt der Werbeslogan des Einkaufszentrums im Madrider Stadtteil Horteleza: Eine neue Dimension „traumhaften“ Shopping- und Freizeitvergnügens verspricht der „Palacio de Hielo“. Für viele Kinder ist dort die riesige Eislaufbahn der Höhepunkt. Auf 1800 Quadratmeter Kunsteis zogen sie auf ihren Schlittschuhen bis vor gut einer Woche vor den Zuschauertribünen ihre Kreise. Jetzt stapeln sich dort die Särge.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Seit Dienstag sind in der Region um die spanische Hauptstadt 272 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Im ganzen Land trauern die Menschen um 2700 Tote.

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