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WHO-Kommission in Wuhan : Kein Corona-Freispruch für China

  • -Aktualisiert am

WHO-Delegationsleiter Peter Embarek Bild: Reuters

Herausgekommen ist beim Forschungsaufenthalt der WHO in Wuhan nicht viel. Trotzdem ist er vermutlich das Beste, das derzeit zu erreichen war.

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          Es liegt nicht (nur) an den spezifisch chinesischen Bedingungen, dass die Untersuchungskommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von ihrem Forschungsaufenthalt in Wuhan ohne eine eindeutige Erklärung über den Ursprung des Coronavirus zurückkehrt. Die Geschichte dieser Pandemie ist und bleibt kompliziert. Und die besonders eifrig vom ehemaligen amerikanischen Präsidenten verbreitete Theorie, wonach das Virus aus einem chinesischen (Militär-)Labor ins Freie gelangt sei, war von den meisten Wissenschaftlern schon vor einiger Zeit für zumindest unwahrscheinlich erklärt worden. Dem haben sich jetzt die WHO-Fachleute angeschlossen.

          Trotzdem wird man nicht sagen können, dass die chinesischen Behörden von Anfang an so kooperiert haben, wie es richtig gewesen wäre. Eine auf Geheimhaltung auch trivialer Dinge fixierte Führung reagierte geradezu aggressiv auf das Ansinnen anderer Staaten, zum Beispiel Australiens, den Ursprung der Pandemie von unabhängigen Fachleuten mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen zu lassen. Ihr wäre es am liebsten gewesen, von Peking aus einen schriftlichen Bericht an die WHO zu senden, über dessen Entstehung niemand hätte Fragen stellen dürfen.

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