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Coronavirus in den USA : US-Behörden und Tech-Konzerne verhängen Impfpflicht für Mitarbeiter

  • Aktualisiert am

US-Präsident Joe Biden Bild: dpa

Angesichts einer schleppenden Impfkampagne setzen die Vereinigten Staaten zunehmend auf Zwang: Google und Facebook lassen nur noch Geimpfte ins Büro, Präsident Joe Biden plant offenbar verschärfte Anforderungen an die zwei Millionen Bundesangestellten.

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          In den Vereinigten Staaten steigt der Druck auf viele Beschäftigte von öffentlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen, sich impfen zu lassen. Präsident Joe Biden will laut der Zeitung New York Times und dem TV-Sender CNN am Donnerstag eine weitgehende Impfpflicht für die fast zwei Millionen Bundesangestellten verhängen. Wer dennoch ungeimpft bleibe, müsse den Berichten zufolge regelmäßig getestet werden und unterliege Kontaktbeschränkungen.

          Auch Mitarbeiter der Internetkonzerne Google und Facebook müssen sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilten die Unternehmen unabhängig voneinander mit. Google-Chef Sundar Pichai erklärte, die Regelung betreffe zunächst die Vereinigten Staaten, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien.

          Rückkehr in die Büros auf Oktober verschoben

          Infolge des jüngsten Anstiegs der Corona-Neuinfektionen in den USA wegen der Delta-Variante verschiebt Google zudem die geplante größere Rückkehr in die Büros bis 18. Oktober, wie Pichai erklärte. Apple wiederum hatte die Rückkehr in die Büros bereits vergangene Woche ebenfalls um zunächst einen Monat verschoben, nun bis Oktober. Das Unternehmen kündigte aber bislang keine Impfpflicht an.

          Bei Facebook erklärte Personalchefin Lori Goler, die Umsetzung der Impfpflicht für Mitarbeiter in den amerikanischen Büros werde von „örtlichen Bedingungen und Vorschriften“ abhängen. Es werde auch eine Vorgehensweise geben für jene, die aus medizinischen oder anderen Gründen nicht geimpft werden können. Das Vorgehen mit Blick auf Standorte außerhalb der USA würde weiter geprüft, hieß es.

          Die Impfkampagne in den Vereinigten Staaten tritt inzwischen auf der Stelle – und das trotz einer Fülle an Impfstoffen und vielen Impfanreizen. Daher haben inzwischen bereits die Bundesstaaten New York und Kalifornien sowie mehrere Städte eine Impfpflicht für Angestellte angekündigt.

          „Der Bundesstaat New York wird von den Beschäftigten in staatlichen Krankenhäusern, die mit Patienten zu tun haben, verlangen, sich impfen zu lassen, um die Sicherheit von Patienten und Beschäftigten zu gewährleisten“, kündigte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo an.

          Alle anderen Mitarbeiter des Bundesstaats müssen ab 6. September einen Impfnachweis vorlegen oder sich wöchentlich testen lassen. Anfang der Woche hatten bereits der Bundesstaat Kalifornien und die Stadt New York angekündigt, Beschäftigte des öffentlichen Dienstes müssten sich entweder impfen lassen oder jede Woche einem Corona-Test unterziehen. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio kündigte am Mittwoch zudem einen neuen Anreiz für Impfskeptiker an: 100 Dollar für die erste Impfdosis.

          In den USA sind bislang erst gut 49 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft. Zuletzt stieg die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante im Schnitt wieder auf rund 60.000 an.

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