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Corona in Saudi-Arabien : Die Großfamilie als Ansteckungsherd

Der Park, hier in Abha im Südwesten Saudi-Arabiens Mitte Juli, ist ein beliebter Treffpunkt. Bild: Reuters

Saudi-Arabien wurde von der Pandemie besonders stark getroffen. Die Familienstrukturen in dem Königreich haben die Ausbreitung des Virus begünstigt.

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          Am 31. August will Saudi-Arabien, das am stärksten von Covid-19 betroffene arabische Land, wieder zu einem weitgehend normalen Leben zurückkehren. Dann sind wieder internationale Flüge aus und nach Saudi-Arabien erlaubt. Bislang gibt es nur Flüge innerhalb des Königreichs, das sich nach außen hermetisch abgeschottet hat. Am 31. August werden auch die Schulen den Unterricht wiederaufnehmen, selbst wenn die Lehrer weiter überwiegend online unterrichten werden. Vor den Sommerferien noch hatte es in einigen Städten mit niedrigen Infektionszahlen einen Präsenzunterricht in den Schulen gegeben.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Covid-19 hatte Saudi-Arabien früh erreicht, ohne dass jedoch die Behörden das Virus zunächst richtig eingeschätzt hätten. Die ersten Fälle waren Rückkehrer aus dem Ausland, Schiiten der Ostprovinz, die aus Bahrein und Iran zurückkehrten, sowie Winterurlauber aus Europa. Repatriierungsflüge brachten danach Saudis aus aller Welt nach Hause.

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