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Gefahr wegen Corona : Wie ein Minister die Wahl in Polen verhindern will

PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski in den leeren Reihen des polnischen Parlaments. Bild: EPA

Noch hält die polnische PiS am Termin für die Präsidentenwahl im Mai fest. Doch der Wissenschaftsminister dringt wegen Corona auf eine Verschiebung – und spielt der Opposition in die Hände.

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          An diesem Freitag tritt das polnische Abgeordnetenhaus, der Sejm, zusammen, um darüber zu befinden, ob die Präsidentenwahlen wie geplant am 10. Mai stattfinden können. Dann werden sich alle Augen auf Jaroslaw Gowin richten. Er ist einer der stellvertretenden Regierungschefs und Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen. Wichtiger aber wird am Freitag sein, dass er zugleich eine kleine Partei führt, die im Alltag kaum zu sehen ist, weil sie im Lager der regierenden „vereinigten Rechten“, wie es sich nennt, an der Seite der nationalkonservativen PiS und in ihrer Fraktion ein ziemlich fest verankerter Juniorpartner ist.

          Gerhard Gnauck

          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Aber diese 18 Abgeordneten könnten jetzt das Zünglein an der Waage sein. Gowin bestätigte im Gespräch mit faz.net am Donnerstag, dass diese Gruppe sich in der entscheidenden Abstimmung wahrscheinlich enthalten wird – was die bisher größte Krise innerhalb des Regierungslagers auslösen dürfte, vielleicht sogar dessen Zerbrechen zur Folge hätte.

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