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Corona in Österreich : Kurz reagiert auf den Druck in der Bevölkerung

Damit keine Tröpfchen fliegen: Anschober, Kurz, Kogler und Nehammer bei der Pressekonferenz am Montag in Wien Bild: Reuters

In Österreich soll das öffentliche Leben wieder beginnen – heftige Diskussionen gibt es aber über die verpflichtende Nutzung der „Stopp-Corona-App“.

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          In Österreich steuert die Regierung unter Sebastian Kurz vorsichtig und unter strengen Auflagen und Mahnungen wieder in die Richtung einer allmählichen Normalisierung. Am Montag kündigte der Bundeskanzler eine „schrittweise Öffnung der Gesellschaft“ an, die nach Ostern beginnen solle. Geschäfte sollen im Verlauf des Aprils wieder öffnen, zuerst kleine und dann auch größere. Später – noch vager in Aussicht gestellt – sollen auch Restaurants und Hotels wieder geöffnet werden können. Die schulischen Abschlüsse Matura (Abitur) und Lehrabschlussprüfung sollen ermöglicht werden, die Schulen selbst aber frühestens Mitte Mai allgemein wieder geöffnet werden.

          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Der Kanzler von der christlich-demokratischen ÖVP trat im eingeübten Corona-Format zusammen mit dem grünen Vizekanzler Werner Kogler sowie den Fachministern Rudolf Anschober (Gesundheit, Grüne) und Karl Nehammer (Inneres, ÖVP) auf. Sie sahen den Spielraum für diese Lockerung durch eine Stabilisierung der Daten über Corona-Infektionen gegeben. Gesundheitsminister Anschober trug sie vor: Es gebe nicht mehr 40 Prozent Steigerung der Ansteckungen wie noch vor drei Wochen, sondern unter zwei Prozent. Seit einer Woche gebe es nur mehr einstellige Zuwächse. „Das ist ein riesiger Erfolg, aber erst ein erster Etappenerfolg.“

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