https://www.faz.net/-gpf-aassa

Chinas Impfstrategie : Mehr Hard als Soft Power

Chinas Impfstoff Sinovac Bild: AFP

China tut so, als sei seine Impfstoffdiplomatie wohltätig und selbstlos. Das ist sie aber nicht. Zum Reputationsrisiko könnte sie werden, wenn Peking die geweckten Erwartungen nicht erfüllen kann.

          3 Min.

          Zu Beginn der Impfkampagnen in der Welt gab es für China eine goldene Gelegenheit. Während sich westliche Regierungen täglich fragen lassen mussten, warum es mit dem Impfen nicht schneller gehe, war die Pandemie in China so weit eingedämmt, dass es seine Vakzine exportieren konnte. Inzwischen haben chinesische Hersteller mehr als 100 Millionen Dosen in mehr als 60 Länder verschickt. Trotzdem ist es Peking nur bedingt gelungen, die Lieferungen in Soft Power umzumünzen. Ein Grund dafür ist das große Prestigebedürfnis der Kommunistischen Partei.

          Obwohl chinesische Hersteller wenig Erfahrung auf dem globalen Impfstoffmarkt hatten, weckte Peking die Erwartung, dass die heimischen Präparate Chinas Spitzenposition in der Biotechnik unter Beweis stellen würden. Inzwischen weiß man, dass sie weniger wirksam sind als die Vakzine von Biontech und Moderna. In einem seltenen Moment der Ehrlichkeit hat der Leiter der chinesischen Seuchenschutzbehörde das auch öffentlich ausgesprochen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Die Ästhetik von rechtsextremen Influencerinnen passt in die heile Instagram-Welt aus modisch gekleideten Menschen, Tierjungen und Traumstränden. (Symbolfoto)

          Rechtsextreme Influencerinnen : Das nette Nazi-Mädchen von nebenan

          Rechtsextreme Influencerinnen suchen in den sozialen Medien nach Anhängern. Mit Frisurentipps, Backrezepten und Aufnahmen vor grünen Landschaften wirken sie zunächst unverfänglich – doch der Schein trügt. Eine Recherche.
          Bloß nicht zu lange aufbewahren: Hier warten Geldscheine noch auf ihren richtigen Einsatz.

          Geldanlage : So trotzen Sie den Strafzinsen Ihrer Bank

          Negativzinsen auf Bankguthaben sind in der Mitte des Volkes angekommen. Sollten auch Sie nicht wissen, was Sie mit Ihrem schönen Geld stattdessen machen sollen, beflügeln Sie vielleicht diese Anregungen.

          Besuch in Flutgebieten : Laschet erlebt die Wut

          Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen besucht Orte, die hart von der Flut getroffen wurden. Da entlädt sich der Ärger von Betroffenen.