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Chinas Impfstrategie : Mehr Hard als Soft Power

Chinas Impfstoff Sinovac Bild: AFP

China tut so, als sei seine Impfstoffdiplomatie wohltätig und selbstlos. Das ist sie aber nicht. Zum Reputationsrisiko könnte sie werden, wenn Peking die geweckten Erwartungen nicht erfüllen kann.

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          Zu Beginn der Impfkampagnen in der Welt gab es für China eine goldene Gelegenheit. Während sich westliche Regierungen täglich fragen lassen mussten, warum es mit dem Impfen nicht schneller gehe, war die Pandemie in China so weit eingedämmt, dass es seine Vakzine exportieren konnte. Inzwischen haben chinesische Hersteller mehr als 100 Millionen Dosen in mehr als 60 Länder verschickt. Trotzdem ist es Peking nur bedingt gelungen, die Lieferungen in Soft Power umzumünzen. Ein Grund dafür ist das große Prestigebedürfnis der Kommunistischen Partei.

          Obwohl chinesische Hersteller wenig Erfahrung auf dem globalen Impfstoffmarkt hatten, weckte Peking die Erwartung, dass die heimischen Präparate Chinas Spitzenposition in der Biotechnik unter Beweis stellen würden. Inzwischen weiß man, dass sie weniger wirksam sind als die Vakzine von Biontech und Moderna. In einem seltenen Moment der Ehrlichkeit hat der Leiter der chinesischen Seuchenschutzbehörde das auch öffentlich ausgesprochen.

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