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Impfstoffprüfung von Biontech : Warum die EU länger braucht als Großbritannien

Mitarbeiter des Mainzer Unternehmens Biontech in einem Labor. Bild: dpa

Die britischen Behörden haben den Covid-Impfstoff schon genehmigt. Die EU braucht dafür noch Wochen. Wie kann das sein?

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          Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat den Impfstoff von Biontech und Pfizer schon genehmigt – und die EU-Arzneiagentur in Amsterdam will sich bis zum 29. Dezember mit ihrer Prüfung Zeit lassen. Dass diese Diskrepanz bekannte Vorurteile befördert, liegt nahe: Hier die Briten, die den Menschen schnell helfen und dafür sorgen, dass der Impfstoff in Britannien schnell verfügbar ist, dort die sprichwörtlich lahme EU-Bürokratie, die sich unverantwortlich viel Zeit lässt. Unter diesen Umständen können, so das Narrativ, die Briten nur froh sein, dass sie die EU verlassen haben.

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          In die Kerbe schlug am Freitag auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt. Es sei erstaunlich, dass die Prüfung durch die EU-Behörden vier Wochen dauern solle, sagte er im Deutschlandfunk. Die nötigen Zahlen und Daten würden beim Zulassungsantrag eingereicht. Es gehe in dem Zulassungsverfahren ja „nur darum, nachzuvollziehen, ob die Daten valide seien“, hob Reinhardt hervor. Das könne man schneller machen. Er habe den Eindruck, dass hier Zeit verschwendet werde.

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