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Corona in Kriegsgebieten : Wie ein unsichtbarer Brandbeschleuniger

Mitarbeiter des syrischen Zivilschutzes im Flüchtlingslager Bab al Nur nahe der Stadt Azaz. Bild: Reuters

Die Zahl der Bedürftigen in Kriegs- und Krisengebieten steigt durch die Pandemie. Ihnen zu helfen, wird immer schwieriger. Denn die Geberländer haben mit sich selbst zu tun.

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          Eigentlich wollte Corinne Fleischer, die Syrien-Länderdirektorin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP), Ende vergangener Woche nach Berlin reisen. Deutschland ist eines der wichtigsten Geberländer, und sie wollte die Regierung darüber informieren, dass die Zahl der Syrer, die auf Lebensmittelhilfe angewiesen sind, dramatisch zugenommen hat, dass mit dem Zusammenbruch der Wirtschaft immer mehr Leute in Not geraten.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Das war, bevor die Corona-Krise ausbrach. Jetzt droht den Syrern zusätzliches Unheil durch die Pandemie, die zugleich wie ein Brandbeschleuniger auf die akute Krise wirkt. Corinne Fleischer hat daher nicht die Zeit, den abgesagten Terminen nachzutrauern. „Der Bedarf ist so groß, und die Hilfen dürfen gerade jetzt auf keinen Fall vermindert werden“, sagt sie. Eine Bevölkerung, die Hunger leide, sei auch besonders verwundbar durch das Sars-CoV-2-Virus.

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