https://www.faz.net/-gpf-9y5vh

Virus hinter Gittern : „Eine Haftstrafe darf nicht zur Todesstrafe werden“

  • -Aktualisiert am

Überdurchschnittlich viele Corona-Infizierte: New Yorks Gefängnisinsel Rikers Bild: AP

In Amerikas Gefängnissen sitzen 2,2 Millionen Menschen ein. Wöchentlich kommen 200.000 Insassen hinzu, genauso viele werden entlassen. So wird jeder Corona-Ausbruch in Haftanstalten zum Problem für alle.

          4 Min.

          Ross MacDonald ist keiner, der sich in die Öffentlichkeit drängt. Seinen Job mache er normalerweise ohne Aufsehen zu erregen, twitterte der Chefmediziner der New Yorker Gefängnisinsel Rikers Island in dieser Woche. Doch die Situation sei kaum noch in den Griff zu kriegen, wenn nicht sofort drastische Maßnahmen ergriffen würden. Man habe es zu tun mit einer „Katastrophe, die sich vor aller Augen abspielt“, so MacDonald.

          In den beengten Schlafsälen und Duschräumen einer Haftanstalt sei „social distancing“ kaum machbar. „Denken Sie an ein Kreuzfahrtschiff, dass verantwortungslos jeden Tag mehr Leute aufnimmt“, so MacDonald. In Rikers, wo 5400 Männer und Frauen inhaftiert sind, sei die Krankenstation mit 88 Betten inzwischen voll, berichtet die die „New York Times“.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nicht nur am Mainufer, sondern auch an der Frankfurter Börse herrscht frühlingshafter Optimismus.

          Steigende Kurse trotz Krise : Das Börsenvirus

          Die Wirtschaft liegt noch am Boden, doch die Kurse an der Börse steigen und steigen. Kann die Wette auf die bessere Zukunft aufgehen?