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Kontaktpersonen isoliert : Frau aus griechischem Flüchtlingslager positiv auf Corona getestet

Eine Medizinerin in Athen Bild: EPA

Eigentlich war die Afrikanerin aus einem Flüchtlingslager nach Athen ins Krankenhaus gekommen, um ihr Kind zu gebären. Dabei fiel auf, dass sie sich mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Wo sich sich infiziert hat, ist unklar.

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          Eine Frau aus einem Flüchtlingslager in Griechenland ist nach der Geburt ihres Kindes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Migrationsministerium in Athen am Dienstag mitteilte, lebt die Frau in einem Flüchtlingslager auf der Insel Euböa nördlich von Athen. Getestet wurde sie nach der Geburt in einem Krankenhaus der Hauptstadt. Die Menschen, die mit der aus Afrika stammenden Frau in Kontakt gekommen sind, seien isoliert worden. Ähnliche Maßnahmen seien im Camp von Ritsona im Norden Athens getroffen worden. 

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Unklar war zunächst, ob sich die Frau in der Frauenklinik oder in dem Flüchtlingslager angesteckt hat. Sollte letzteres der Fall sein, wäre es der erste nachgewiesene Coronafall in einem griechischen Flüchtlingslager. Es werde nun nachgeforscht, wo genau die Frau infiziert wurde.

          Ein Virus-Test bei einem Mitbewohner der Frau fiel den Angaben zufolge negativ aus. Die griechische Gesundheitsbehörde hat demnach schon vor einigen Tagen damit begonnen, die Kontaktpersonen der Frau ausfindig zu machen. Das Ministerium versicherte, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Bewohner und das Personal des Flüchtlingslagers zu schützen.

          Im Lager von Ritsona – wo nach Schätzungen der Athener Medien rund 3000 Menschen leben – ist die Lage bei weitem nicht so schlimm wie in den Camps auf den Inseln im Osten der Ägäis. Weitere Informationen sollte es am frühen Abend in Athen beim täglichen Briefing des Coronavirus-Krisenstabes geben.

          In Griechenland sind bislang 1212 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. 46 Menschen starben. Die Sorge ist groß, dass sich das Coronavirus auch in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland ausbreiten könnte.

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