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Corona-Eindämmung in Israel : Mit allen Mitteln der Technik

Demonstration in Jerusalem gegen Maßnahmen der Netanjahu-Regierung in der Corona-Pandemie am Montag. Bild: AP

Israel setzt Apps und den Geheimdienst zur Corona-Bekämpfung ein. Datenschützer sind alarmiert, aber der Verteidigungsminister will noch mehr: eine „Infektions-Bewertung“ für jeden Bürger.

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          Israel kommt bislang vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Zeit. Mit rund 14.000 gemeldeten Infizierten und 180 Toten bei neun Millionen Einwohnern scheinen die Zahlen noch beherrschbar, wenn auch lange Zeit verhältnismäßig wenig getestet werden konnte. Am Montag hat die Regierung die Ausgangsbeschränkungen nun wieder ein wenig gelockert. Einige Unternehmen dürfen 30 Prozent ihrer Mitarbeiter im Büro erscheinen lassen, Sport darf in einem Umkreis von 500 Metern ums eigene Haus getrieben werden, beten unter freiem Himmel dürfen neuerdings 19 Personen gemeinsam.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Während die Regierung erste Lockerungen ausprobiert, verstärkt sie gleichzeitig den technologischen Aufwand zur Nachverfolgung möglicher Infizierter. Er reicht von vergleichsweise harmlosen Apps bis zum erheblichen Einsatz des Inlandsgeheimdienstes. So umfassen die digitalen Maßnahmen einerseits die im März aktiv geschaltete Gesundheits-App HaMagen (Der Schild), die sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang anderthalb Millionen Bürger zur freiwilligen Überwachung heruntergeladen haben.

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