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Angst vor Corona : Viele Briten wollen nicht zurück an ihren Arbeitsplatz

Nichts los in der City of London: Viele Briten wollen derzeit nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Bild: AFP

Die britische Regierung will, dass die Schulen in dieser Woche wieder öffnen. Doch Hunderte Schulleiter widersetzen sich der Anweisung. Auch Boris Johnsons Appell, wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren, stößt auf wenig Gegenliebe.

          4 Min.

          In dieser Woche beginnt im Königreich das neue Schuljahr, aber hunderte Schulen werden einstweilen geschlossen bleiben. An ihrer Spitze stehen Direktoren, die die Rückkehr zum Unterrichtsalltag für zu abrupt halten und sich den Regierungsanweisungen widersetzen. Unterstützung finden sie nicht nur bei den Gewerkschaften. Millionen Eltern fürchten, ihre Kinder könnten sich und andere Familienmitglieder mit dem Corona-Virus anstecken. Bis zu einem Viertel aller Schüler könnten deshalb zuhause bleiben, ergab eine Umfrage. Den Eltern drohen Bußgelder.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          Dies ist nicht die einzige Form zivilen Ungehorsams, mit der sich die Regierung derzeit herumschlägt. Die Hochschulgewerkschaft UCU forderte die Studenten auf, aus Infektionsschutzgründen den Universitäten fernzubleiben. Das größte Problem aber bleiben die Millionen Briten, die ihre Jobs von zuhause aus erledigen. Seit Juli ermuntert sie Premierminister Boris Johnson dazu, wenn möglich an den Arbeitsplatz zurückzukehren und den Alltag wieder „normaler“ zu leben. Aber Erfolg will sich nicht einstellen. Die Beschäftigten bleiben überwiegend zuhause.

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