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Am Istanbuler Flughafen : Clanchef Miri bei Einreiseversuch in die Türkei gescheitert

  • Aktualisiert am

Ibrahim Miri hatte zuletzt in Deutschland Asyl beantragt, obwohl er erst im im Juli in den Libanon abgeschoben worden war (Archiv).. Bild: EPA

Dem libanesischen Clan-Chef Ibrahim Miri ist in Istanbul die Einreise verweigert worden. Er war am Samstag abermals aus Deutschland abgeschoben worden.

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          Kurz nach seiner Abschiebung aus Deutschland hat der libanesische Clanchef Ibrahim Miri einem „Spiegel“-Bericht zufolge vergeblich versucht, in die Türkei zu gelangen. Miri sei am Mittwoch in Istanbul aufgetaucht, wo ihm die Polizei aber die Einreise verweigert habe, berichtete das Magazin laut Vorabmeldung vom Freitag.

          Am Mittwoch flog der mehrfach vorbestrafte 46 Jahre alte Mann demnach mit einem libanesischen Pass von Beirut nach Istanbul. Der Clanchef und ehemalige Boss der Rockergruppe „Mongols MC Bremen“ leistete dem Vernehmen nach Widerstand, als er nach Beirut zurückfliegen sollte. Erst im zweiten Anlauf soll es gelungen sein, ihn in den Libanon auszufliegen.

          Miri ist nach Angaben der deutschen Sicherheitsbehörden das Oberhaupt eines kriminellen Familienclans. Er war bereits im Juli abgeschoben worden, reiste Ende Oktober mit Hilfe von Schleppern aber illegal wieder nach Deutschland ein und stellte in Bremen einen Asylantrag. Daraufhin wurde er festgenommen und sein Antrag abgelehnt. Am vergangenen  Samstag wurde er dann abermals abgeschoben und von der Bundespolizei an die Behörden im Libanon übergeben. Dass dem Intensivtäter im Libanon Gefahr drohe, glaubten ihm die Behörden nicht.

          Die illegale Wiedereinreise des berüchtigten Clanchefs hatte hohe politische Wellen geschlagen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ordnete verstärkte Grenzkontrollen an und kündigte darüber hinaus eine Gesetzesverschärfung an, damit mit Einreiseverboten belegte Ausländer bei Wiedereinreise künftig auch unbegrenzt in Abschiebehaft genommen werden können. Bislang ist das nur befristet möglich.

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