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Geheimdienst zog Agenten ab : Donald Trump und der Spion im Kreml

Der russische Außenminister Sergej Lawrow, der amerikanische Präsident Donald Trump und der damalige russische Botschafter in Washington Sergej Kisljak (vlnr) vor zwei Jahren im Weißen Haus. Bild: Picture-Alliance

Washington hatte wohl jahrelang einen Agenten in Moskau. Während in Amerika von einer Goldgrube berichtet wird, verbreiten russische Medien eine andere Version. Und es bleibt die Frage: Musste die CIA den Spion wegen Trump abziehen?

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          Kurz nachdem amerikanische Medien über einen Agenten berichtet hatten, den Washington 2017 aus Moskau herausgeholt haben soll, fiel in russischen Zeitungen ein Name: Oleg Smolenkow. Um ihn dreht sich eine Spionagegeschichte, über die in Moskau und Washington unterschiedliche Versionen verbreitet werden. Soviel ist bekannt: Smolenkow, ein russischer Regierungsbeamter, der zuletzt im Kreml tätig war, versorgte die CIA über Jahre mit Informationen. 2017 endete seine Tätigkeit in Moskau. Wie und warum sie endete – darüber herrscht Uneinigkeit.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Aus Washingtoner Sicht liest sich der erste Teil der Geschichte – die Anwerbung und Führung eines Agenten – wie ein Kapitel aus dem Lehrbuch. Schon vor „Jahrzehnten“ war es demnach der CIA gelungen, einen Regierungsbeamten auf mittlerer Ebene zu rekrutieren, von dem man sich versprach, er werde im Moskauer Machtapparat Karriere machen. Tatsächlich sei man mit ihm auf Gold gestoßen, denn der Agent habe eine einflussreiche Position erhalten, die ihm Zugang zur höchsten Ebene des Kremls ermöglicht habe.

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