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Fall Khashoggi : CIA-Direktorin soll Mord-Aufnahme gehört haben

  • Aktualisiert am

War in der Türkei: CIA-Direktorin Gina Haspel Bild: dpa

Die Aufnahme könne mehr Druck auf die Vereinigten Staaten aufbauen, die Verantwortlichen für den Mord an dem Journalisten Khashoggi zur Rechenschaft zu ziehen, berichtet die „Washington Post“.

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          Die türkische Regierung hat CIA-Direktorin Gina Haspel während ihres Türkei-Besuchs offenbar die Audioaufnahmen vom Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi vorgespielt. Das berichtete die „Washington Post“ in der Nacht zu Donnerstag unter Berufung auf nicht genannte Quellen. In dem Artikel hieß es, „eine Person, die das Band kennt, sagte, es sei überzeugend und könnte den Druck auf die Vereinigten Staaten erhöhen, Saudi-Arabien für den Tod von Khashoggi zur Rechenschaft zu ziehen.“ Haspel war am Dienstag in der Türkei angekommen, nach wachsenden Zweifeln in der amerikanischen Regierung an den Unschuldsbekundungen des saudischen Königshauses. Die Türkei hatte die angeblichen Aufnahmen bisher streng geheim gehalten.

          Am 19. Oktober hatte der türkische Außenminister bestritten, den Vereinigten Staaten eine Audioaufnahme zum Verschwinden des saudischen Regierungskritikers gegeben zu haben. Mevlüt Cavusoglu sagte, die Türkei habe den Vereinigten Staaten „keinerlei Audioaufnahme“ gegeben. Es komme „nicht in Frage“, dem amerikanischen Außenminister Mike Pompeo oder einem anderen amerikanischen Vertreter eine Audioaufnahme zu geben.

          Saudi-Arabien hatte erst nach massivem internationalen Druck zugegeben, dass der Regierungskritiker Khashoggi am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat getötet worden war, als er dort Papiere für seine Hochzeit abholen wollte. Riad besteht jedoch darauf, dass der Journalist versehentlich bei einer Schlägerei starb. An der saudischen Version gibt es große Zweifel.

          Wochenlang hatten türkische Regierungsmitarbeiter anonym fast täglich neue Details aus den angeblichen Aufnahmen an türkische und amerikanische Medien weitergegeben. Demnach war Khashoggi von einem 15 Mann starken, eigens für die Tat aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando gefoltert und ermordet worden. Die Bänder selbst machte die türkische Regierung jedoch nicht öffentlich. Es blieb auch unklar, wie sie die Aufnahmen bekommen haben könnte. Regelmäßig taucht die Vermutung auf, dass die Türkei das Konsulat mit Abhörgeräten ausspioniert hat.

          Am Vortag hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan abermals betont, sein Land werde dafür sorgen, dass der „Mord“ nicht verschleiert werde.

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