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Keine Militärschläge : Xi fordert politische Lösungen für Nordkorea und Syrien

  • Aktualisiert am

Xi Jingping vergangene Woche zu Gast bei Donald Trump in Palm Beach (Florida) Bild: Reuters

Pekings Staatschef hält nichts von militärischen Alleingängen. In einem Telefonat mit Donald Trump spricht er sich für andere Wege aus.

          Chinas Staatschef Xi Jinping hat in einem Telefonat mit Amerikas Präsident Donald Trump eine friedliche Lösung der Konflikte mit Syrien und Nordkorea gefordert. China befürworte es, „die Angelegenheit mit friedlichen Mitteln zu lösen“, sagte Xi laut einem Bericht des staatlichen chinesischen Fernsehsenders CCTV vom Mittwoch.

          Trump hatte zuletzt mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht, um das umstrittene Atomprogramm des Landes zu stoppen, falls China den Druck auf Pjöngjang nicht erhöhe. Mit dem Luftangriff in Syrien ivergangene Woche wollte die amerikanische Regierung nach Einschätzung mancher Beobachter auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un signalisieren, dass sie vor einer militärischen Option nicht zurückschreckt.

          Die Vereinigten Staaten und Südkorea befürchten, dass Nordkorea schon in nächster Zukunft einen weiteren Atomsprengsatz testen könnte. Zudem wachsen in Washington die Sorgen, dass Nordkorea in absehbarer Zeit über Langstreckenraketen verfügen könnte, die Ziele in den Vereinigten Staaten treffen könnten. 

          Trump beorderte deswegen als Demonstration der Stärke gegenüber der kommunistischen Führung in Pjöngjang eine Flugzeugträgergruppe in Richtung der Koreanischen Halbinsel. Nordkorea drohte,
          es würde eine amerikanische Militäraktion mit allen Mitteln beantworten.

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