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Erste Auslandsreise seit 2020 : Chinas Präsident kehrt zurück auf die Weltbühne

Chinas Präsident Xi Jinping setzt in Nur-Sultan erstmals seit Januar 2020 seine Füße auf fremden Boden. Bild: EPA

Zum ersten Mal seit beinahe tausend Tagen verlässt Chinas Staatschef seine Heimat – und trifft wohl Putin. Vor dem großen Parteitag will er Stärke demonstrieren.

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          Am ersten Tag seiner symbolträchtigen Rückkehr auf die Weltbühne blieb Xi Jinping zunächst unsichtbar. Zwar wurde am Mittwochnachmittag vermeldet, der chinesische Staats- und Parteichef habe seine erste Auslandsreise seit Januar 2020 angetreten und sei in Kasachstan gelandet. Doch das Staatsfernsehen veröffentlichte zunächst nur ein Video, in dem zu sehen ist, wie der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew auf das Flugzeug des chinesischen Staatschefs zuschreitet. Noch bevor die Tür geöffnet wird, blendet die Kamera aus.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          In der Hauptnachrichtensendung am Abend wurden gar keine Bilder gezeigt. Minutenlang mussten die Moderatoren den Beitrag über Xis Reise vom Sprechzettel ablesen. Man kann nur vermuten, dass dahinter der Plan steht, dem chinesischen Publikum nur grandiose, von oben genehmigte Bilder zu zeigen. Das kasachische Präsidialamt veröffentlichte allerdings eigene Bilder. Auch die interessanteste Äußerung Xis während des Staatsbesuchs wurde zunächst nur vom kasachischen Präsidialamt veröffentlicht. Ein Satz, der Russland nicht erfreuen dürfte: „Ungeachtet der Veränderungen der internationalen Lage werden wir Kasachstan beim Schutz seiner Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität weiter entschieden unterstützen.“ Das bezieht sich mutmaßlich auf kasachische Sorgen über Russlands neoimperialistischen Kurs unter Präsident Wladimir Putin.

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