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Tiananmen-Mahnmal in Hongkong : Weg mit der „Säule der Schande“

Studenten der Universität Hongkong reinigen am 4. Juni 2019 die „Säule der Schande“, eine Gedenkstätte für die Opfer von Tiananmen 1989. Bild: AP

In Hongkong steht Chinas einziges Mahnmal zur Erinnerung an das Tiananmen-Massaker. Nun soll die „Säule der Schande“ des dänischen Bildhauers Jens Galschiøt verschwinden.

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          Die University of Hong Kong will das bekannteste Kunstwerk auf ihrem Campus schnell loswerden: die „Säule der Schande“ des dänischen Bildhauers Jens Galschiøt, die der Opfer des Tiananmen-Massakers von 1989 gedenkt. Vor einer Woche setzten die Anwälte der Universität den vermuteten Besitzern eine Frist von sechs Tagen. Bis Mittwoch sollten sie die zwei Tonnen schwere Betonskulptur vom Campusgelände entfernen.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Andernfalls werde das Objekt „als herrenlos betrachtet“, und die Universität werde damit tun, was sie für richtig halte, schrieb die Anwaltsfirma Mayer Brown an die „Hong Kong Alliance in Support of Patriotic Democratic Movements of China“. Die Organisation hat jahrzehntelang die Erinnerung an die blutige Niederschlagung der Proteste vom Tiananmen-Platz wachgehalten. Sie betrieb ein kleines Museum und veranstaltete eine jährliche Mahnwache, an der Hunderttausende Hongkonger teilnahmen, bevor diese 2020 untersagt wurde.

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