Chinas Geiseldiplomatie :
Kanadier zu elf Jahren Haft verurteilt

Von Friederike Böge, Peking
Lesezeit: 3 Min.
Michael Spavor am Flughafen Peking (Archivbild)
Offiziell geht es bei der Verurteilung des Unternehmers Michael Spavor um Spionage. Doch kaum jemand bezweifelt, dass China versucht, damit eine Auslieferung der Huawei-Managerin Meng Wanzhou an die USA zu verhindern.

Ein chinesisches Gericht hat den kanadischen Unternehmer Michael Spavor wegen angeblicher Spionage zu elf Jahren Haft verurteilt. Das Verfahren gilt als Vergeltungsakt Chinas für die Festnahme von Meng Wanzhou, der Finanzchefin und Tochter des Gründers des chinesischen Telekommunikationsunternehmens Huawei, in Kanada im Dezember 2018. Spavor war gleichzeitig mit dem früheren kanadischen Diplomaten Michael Kovrig wenige Tage nach Mengs Festnahme von der chinesischen Polizei in Gewahrsam genommen worden.

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