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Rückgabe vereinbart : China fordert von Amerika eine Entschuldigung im Drohnenstreit

  • -Aktualisiert am

So sieht die Unterwasser-Drohne aus, die derzeit zu den Verstimmungen zwischen China und den Vereinigten Staaten führt. Bild: AFP

Der Disput um die im südchinesischen Meer beschlagnahmte Unterwasser-Drohne der Amerikaner schlägt immer höhere Wellen. Die Chinesen werfen Amerika Spionage vor und prangern eine unangebrachte Dramatisierung an.

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          Im Streit um die von China beschlagnahmten Drohne der amerikanischen Marine hat sich China empört über die Reaktion der Vereinigten Staaten gezeigt. Am Samstag veröffentlichte das chinesische Verteidigungsministerium eine Pressemitteilung, in der die amerikanischen Offiziellen beschuldigt werden, „unangemessen“ den Konflikt hochgespielt zu haben. Die amerikanische Reaktion sei nicht zielführend gewesen, um den Disput reibungslos beizulegen. „Wir fordern eine Entschuldigung“, heißt es weiter.

          Vor wenigen Tagen hat das chinesische Militär eine Unterwasserdrohne der Amerikaner eingefangen. Diese war im südchinesischen Meer unterwegs gewesen, um für amerikanische U-Boote Forschungsdaten zu sammeln. Diese Daten sind essentiell für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, damit die Unterwasserflotte in diesem Seegebiet ungehindert operieren kann.

          Es handeln sich um Forschungsdrohnen für militärische Zwecke, die aber von einem zivilen Boot aus gesteuert wurden. Beim Einsammeln der Drohnen durch die Chinesen haben die Amerikaner bei der chinesischen Besatzung des anderen Bootes per Funk die Zurückgabe der Drohnen gefordert, aber kein Gehör gefunden.

          Das Pentagon äußerte sich nach den Vorkommnissen im südchinesischen Meer entsetzt. „Die Drohne gehört uns. Sie ist ganz klar als unser Eigentum markiert. Wir wollen sie zurück, und wir wollen nicht, dass so etwas nochmal passiert“, sagte der Sprecher des Pentagons Jeff Davis. Auch der angehende Präsident Donald Trump hat sich dazu geäußert – auf Twitter.

          In der Pressemitteilung lässt das chinesische Verteidigungsministerium verlauten, dass der Vorfall in einer langen Tradition von „Ausspähung und militärischer Auswertung“ stünde, die die Vereinigten Staaten in den von China beanspruchten Gewässern durchführen würden. „China fordert die Vereinigten Staaten dazu auf, solche Operationen zu unterlassen“, heißt es weiterhin.

          Obwohl chinesische Medien schreiben, dass es sich bei der Beschlagnahmung um eine rechtliche Grauzone handele, da es kein klar umschriebenes Regelwerk für die Nutzung von Drohnen gibt, hat die chinesische Regierung bestätigt, die Unterwasserdrohne „auf geeignete Art und Weise“ zurückgeben zu wollen. Wann und wie das stattfinden soll, dazu schweigt sie weiterhin.

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