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China und Indien streiten : Truppenaufmarsch auf dem Dach der Welt

Ein indischer Armeelastwagen überquert einen Gebirgspass nahe der Grenze zu China im Himalaja. Bild: AP

Der Grenzkonflikt zwischen China und Indien im Himalaja verschärft sich wieder. Die Eskalation hat auch mit den Spannungen zwischen Washington und Peking zu tun. Delhi solle sich nicht von Amerika treiben lassen, warnt China.

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          In Asien verschärft sich derzeit einer von mehreren schwelenden Konflikten. China und Indien lassen im Himalaja zusätzliche Truppen entlang der gemeinsamen Grenze aufmarschieren. Dort hatten die beiden Länder schon im Jahr 1962 einen kurzen, aber heftigen Krieg gegeneinander geführt. Seitdem kommt es immer wieder zu Zwischenfällen in dem Grenzgebiet, das die beiden Milliardenvölker voneinander trennt. In der Regel verlaufen diese glimpflich. Doch Anfang Mai hatte es nun sogar eine handfeste Auseinandersetzung mit „Dutzenden“ Verletzten auf beiden Seiten gegeben. Die Prügeleien hatten am Ufer des Sees Pangong in Ladakh sowie an dem abgelegenen Bergpass Naku La in Sikkim ein paar Tage später stattgefunden. In diesen abgelegenen Gebieten werden die beiden Länder durch die insgesamt 3488 Kilometer lange „Line of Actual Control“ (LAC) getrennt.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Seitdem fliegen auf dem Dach der Welt zwar keine Fäuste mehr. Die erhöhten Spannungen halten aber an. Einer der Gründe ist der bis heute nicht geklärte Verlauf der Grenze. Die Militärs Chinas und Indiens werfen sich gegenseitig vor, ihre Soldaten seien auf das Territorium des jeweils anderen vorgedrungen. Dabei ist das bei Patrouillen in der unübersichtlichen Bergregion fast schon Routine.

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