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China und das IOC : Olympische Spiele im Unrechtsstaat

IOC-Präsident Thomas Bach neben dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Bild: AP

Das ist die Bilanz der olympischen Spiele: Das IOC hat sich wieder mal einem brutalen Regime angedient. Die Chinesen haben die Geschenke angenommen. Und weitergemacht wie immer.

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          Sobald die Sportler wieder in der Heimat sind, fallen plötzlich Sätze wie: „Olympia ist eine phantastische Sportveranstaltung, bei der die Welt zusammenkommt, sich Nationen treffen. So war es bei Hitler, bevor er Polen überfiel. Und so war es bei Russland vor der Invasion in die Ukraine. Ich denke, dass es unverantwortlich ist, die Spiele an ein Land zu vergeben, das die Menschenrechte so unverhohlen verletzt wie das chinesische Regime.“ Das sagte Nils van der Poel, nachdem er bei den Winterspielen in Peking auf Schlittschuhen über 5000 und 10.000 Meter zu Olympiasiegen gelaufen und anschließend nach Schweden zurückgekehrt war.

          Olympische Winterspiele 2022

          Der beste Langstrecken-Eisschnellläufer der Welt hat eine Ausdrucksweise, die so klar ist wie seine Haltung. Mehr, erzählte van der Poel, wolle er erst einmal nicht sagen, schließlich seien noch schwedische Sportler in Peking. Auch Rodlerin Natalie Geisenberger, seit ihren Siegen in Peking erfolgreichste deutsche Wintersportlerin, hatte gesagt, sie sei gespannt, was noch gesagt werden wird über die Spiele in der Diktatur, wenn erst einmal alle zu Hause sind.

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