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Totale Überwachung in China : Dem weisen Auge bleibt nichts verborgen

Die Software der Technologie-Firma Megvii in Peking soll erkennen können, wer zuletzt nur falsch geparkt hat oder als Terrorist gesucht wird. Bild: GILLES SABRIE/The New York Times

Die Technikgläubigkeit hat China erfasst. Nur wenige üben Kritik am flächendeckenden Einsatz von Überwachungstechnik im Alltag. Doch die Gefahren sind enorm.

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          Welche Eltern wüssten nicht gern, ob ihr Kind in der Schule glücklich ist? Ob es dem Unterricht aufmerksam folgt? Ob es sich vor seinen Mitschülern oder dem Lehrer fürchtet? Im Gymnasium Hangzhou Nr. 11 in der gleichnamigen chinesischen Stadt wird all das statistisch erfasst. Mit Hilfe von Kameras und einer Gesichtserkennungssoftware. Diese unterscheidet zwischen sieben Gemütszuständen: glücklich, traurig, verärgert, verängstigt, abgeneigt, überrascht und neutral. Alle dreißig Sekunden erfassen die Kameras die Gesichtsausdrücke der Schüler.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Das Gymnasium ist nur ein Beispiel von vielen für den vermehrten Einsatz von Überwachungstechnik, gepaart mit künstlicher Intelligenz, in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens in China.

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