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Chef des Secret Service : Alles verlässt das Weiße Haus

  • Aktualisiert am

Randolph Alles auf einer Pressekonferenz am 26. Oktober 2018 Bild: AFP

In der Regierungsmannschaft des amerikanischen Präsidenten Trump gibt es den nächsten Abgang: Nach Heimatschutzministerin Nielsen geht nun auch der Direktor des Secret Service.

          Trumps Sprecherin Sarah Sanders hat am Montag den baldigen Rückzug von Randolph Alles, Direktor des Secret Service, angekündigt. Er werde, wie auch die amerikanische Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen, in Kürze seinen Posten räumen. In beiden Fällen wurde kein Grund für den Wechsel genannt. Der Secret Service ist unter anderem für den Schutz des Präsidenten und anderer Politiker zuständig. Erst am Mittwoch hatte Trump die Behörde noch ausdrücklich gelobt.

          Wie CNN berichtet, wurde Direktor Alles bereits vor zwei Wochen mitgeteilt, dass es Änderungen in der Führungsspitze des Secret Service geben solle. Dagegen sollen die Mitarbeiter von dem Wechsel an der Spitze überrascht worden sein und davon erst über die Medien erfahren haben.

          Die Sprecherin des Weißen Hauses sagte, Alles habe in den letzten zwei Jahren hervorragende Arbeit in der Agentur geleistet, und Trump sei dankbar für seinen Dienst. Außerdem gab sie die Nachfolge Alles' bekannt: Im Mai werde James M. Murray, ein Mitarbeiter des Secret Service, nachrücken.

          Randolph „Tex” Alles ist ein früherer Marine-Offizier, der vor seinem Posten als Direktor des Secret Service keine Verbindung zu der Behörde hatte. Er wurde vom ehemaligen Stabschef des Weißen Hauses, John Kelly, empfohlen und kam vom Kommissariat für Zoll und Grenzschutz. Seine Ernennung folgte auf Empfehlung ranghoher Regierungsbeamter, die die Strukturen des Secret Service überprüften und feststellten, dass ein „Außenseiter“ an die Spitze des müsse. Allerdings führte Alles' Unvertrautheit mit den Strukturen der Strafverfolgungsbehörde in seinem Amt immer wieder zu Konflikten.

          Nielsen bleibt bis Mittwoch im Amt

          Auch seine Vorgesetzte, die Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen, soll schon seit längerem bei Trump in Ungnade gefallen sein. In einem Schreiben an den Präsidenten erklärte die 46 Jahre alte Ministerin, sie habe sich entschieden, dass der richtige Zeitpunkt gekommen sei, um zurückzutreten. Der Präsident dankte Nielsen für ihre Arbeit und kündigte an, dass das Amt kommissarisch von Kevin McAleenan geführt werden soll. Er ist bislang Vorsitzender der Grenzschutzbehörde CBP.

          Nielsen teilte auf Twitter mit, sie habe eingewilligt, bis diesen Mittwoch im Amt zu bleiben. Am Montag sagte die scheidende Ministerin bei einem kurzen Auftritt vor Kameras, sie habe die vergangenen 24 Stunden für Gespräche genutzt, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. „Ich teile das Ziel des Präsidenten, die Grenze abzusichern.“

          Schon seit einigen Monaten hatte es Spekulationen gegeben, Trump sei unzufrieden mit der Arbeit von Nielsen, in deren Zuständigkeit die Grenzpolitik lag. Der Republikaner hatte ihr Berichten zufolge vorgeworfen, der Lage an der südlichen amerikanischen Grenze zu Mexiko nicht Herr zu werden. Trump, dessen wichtigstes Wahlkampfversprechen es war, dort eine Mauer zu errichten, musste bei seiner Einwanderungspolitik mehrere Niederlagen einstecken. So verweigerte ihm der Kongress die von ihm geforderte Summe für die Mauer, weswegen Trump einen Nationalen Notstand verhängte, um das Geld aus anderen Töpfen zu bekommen. Dies ist aber rechtlich umstritten.

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