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Konflikte im Nahen Osten : Iran bleibt das Hauptproblem – auch für Joe Biden

Zuletzt hat Iran demütigende Schläge einstecken müssen: Qassem Soleimani, der Kommandeur der Revolutionsgarden, wurde im Januar getötet. Bild: AFP

Nach vier Jahren Trump ist kein Ausweg aus dem Chaos im Nahen und Mittleren Osten in Sicht. Das Grundproblem bleibt: Selbst maximaler Druck auf Teheran führte nicht zu einer Verhaltensänderung. Eine Analyse.

          3 Min.

          Wenn Joe Biden in wenigen Wochen die Nachfolge des amerikanischen Präsidenten Donald Trump antritt, wird auch er es mit einem Nahen und Mittleren Osten zu tun bekommen, der von großer Unordnung geprägt ist. Großkonflikte, die sich zum Teil überlagern, destabilisieren die Region.

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Da ist Iran, das an seiner atomaren Bewaffnung arbeitet und nicht nur Israel bedroht, sondern auch Saudi-Arabien, den Rivalen um die regionale Vormacht. Da ist der Gegensatz zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei, der sich nicht nur aus dem Großmachtstreben ihrer Führer, sondern maßgeblich auch aus der Unterstützung Ankaras für den Islamismus der Muslimbruderschaft speist. Die Schlachtfelder liegen in zerfallenden Staaten wie Syrien, dem Jemen und Libyen, wo oft nicht Armeen, sondern Stellvertreter einander bekämpfen. In den Führungen der Staaten der Region herrscht die destruktive Logik des Misstrauens und der Abschreckung vor – und eine stete Angst vor Unruhe im Inneren.

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