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Legalisierung von Cannabis : Hoffen auf den grünen Boom in Mexiko

Eine Frau trägt Anfang März eine Marihuana-Pflanze durch Mexiko-Stadt. Bild: EPA

Oft heißt es, gegen die Rauschgiftkriminalität helfe nur eines: Legalisieren. Mexiko will es jetzt probieren und Cannabis erlauben. Was bedeutet das für die mächtigen Drogenkartelle – und für die Welt?

          6 Min.

          Vor kurzem veröffentlichte der Chef der Grenzpatrouille im Rio Grande Valley in Texas auf seinem Twitter-Account drei Fotos von schwarzen Plastiksäcken. „Am Dienstag beschlagnahmten Agenten der Grenzpatrouille in drei getrennten Schmuggelversuchen mehr als 800 Pfund Marihuana“, schrieb Joel Martínez dazu. Das entspricht etwa 360 Kilogramm. In zwei Fällen sei es an der Grenze zu Mexiko zu einer Verfolgung gekommen, da die Fahrer die Kontrolle verweigert hätten. Die Schmuggler seien eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Mexiko wird oft in einem Atemzug mit organisiertem Verbrechen, Korruption, Gewalt und Rauschgift genannt. Während die Vereinigten Staaten als Hauptabnehmer des Rauschgifts aus Mexiko den Schmuggel bekämpfen, ist Mexiko dem blutigen Kampf unter den Kartellen selbst und gegen den Staat ausgesetzt. Ganz gleich, welche Regierung die Geschicke Mexikos lenkte – keiner gelang es, den Terror des organisierten Verbrechens zu bändigen.

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