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Bushs Führungswechsel im Irak : Weiter mit neokonservativen Rezepten

  • -Aktualisiert am

Bush glaubt weiter an den amerikanischen Sieg Bild: REUTERS

Präsident Bush tauscht im Irak Botschafter und Generäle aus. Der Strategiewechsel hat umfangreiche personelle Folgen. Doch auch bei der Neubesetzung der amerikanischen Führungspositionen bleibt Bush den Neokonservativen treu. Matthias Rüb berichtet aus Washington.

          5 Min.

          Die Mitglieder des Pressekorps im Weißen Haus sind ihren Lesern, Hörern und Zuschauern daheim verpflichtet - und nicht Besuchern aus fernen Ländern. Wenn der Präsident mit einem ausländischen Regierungschef nach dessen Arbeitsbesuch im Weißen Haus vor die Presse tritt - so geschehen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Nacht zum Freitag -, dann interessieren sich die amerikanischen Journalisten herzlich wenig für die bilateralen Angelegenheiten und fragen den Präsidenten, was sie ihn auch ohne die befreundete Besucherin an seiner Seite gefragt hätten. In dem Fall: Wann der Präsident seine neue Irak-Politik mit dem Titel „Der neue Weg vorwärts“ verkünden werde.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          So wurden die ausgesucht freundlichen Bemerkungen Bushs über die Weisheit der Kanzlerin und seine launige Ankündigung, Angela Merkel werde diesmal - anders als beim G-8-Gipfel vom Juli in St. Petersburg - keine unaufgeforderte Rückenmassage zuteil, zur bloßen Kulisse für die Frage, die Amerika selbst am Tag der konstituierenden Sitzung des 110. Kongresses mehr als alles andere bewegte: Wie weiter im Irak?

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