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Berichte über Rohingya : Burma lässt Reuters-Reporter nach über 500 Tagen Haft frei

  • Aktualisiert am

Wa Lone verlässt am Dienstag das Gefängnis. Bild: EPA

Weil Wa Lone und Kyaw Soe Oo über die Rohingya in Burma berichteten, wurden sie verhaftet. Ihnen drohten sieben Jahre Haft. Nun wurden sie freigelassen.

          Die beiden Reuters-Reporter Wa Lone und Kyaw Soe Oo sind in Burma nach mehr als 500-tägiger Haft freigelassen worden. Sie verließen am Dienstag das Gefängnis in der Nähe von Rangun, umringt von zahlreichen Medienvertretern. „Ich bin wirklich glücklich und begeistert, meine Familie und meine Kollegen zu sehen“, sagte Wa Lone, nachdem er die Tore des Insein-Gefängnisses verlassen konnte. „Ich kann es kaum erwarten, in meine Redaktion zu gehen.“

          Die beiden Pulitzer-Preis-Gewinner – die für die Aufdeckung eines Massakers an der muslimischen Rohingya-Minderheit in Burma geehrt wurden – waren im vergangenen September zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Sie sollen nach Auffassung des Gerichts gegen ein Gesetz zum Schutz von Staatsgeheimnissen verstoßen haben. Das Urteil hatte international Empörung ausgelöst und stellte den demokratischen Wandel in dem Land infrage.

          „Ich freue mich, dass die Reporter von Reuters, Wa Lone und Kyaw Soe Oo, eine Begnadigung erhalten haben, aus der Haft entlassen wurden und wieder bei ihren Lieben sind“, sagte Lord Ara Darzi, ein britischen Mediziner, nachdem er die beiden in Empfang nahm. „Ich weiß, dass es eine große Erleichterung für ihre Familien, Freunde und Kollegen sein wird.“

          Bericht über Rohingya in Burma

          Die 29 und 33 Jahre alten Journalisten hatten sich mit dem gewaltsamen Vorgehen gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Burma beschäftigt und bei ihrer Festnahme für einen Artikel über die Ermordung von zehn Männern und Jungen recherchiert, die dieser Volksgruppe angehörten. Ihrer Darstellung zufolge war ihnen eine Falle gestellt worden. Zwei Polizisten, die sie nie vorher gesehen hätten, hätten ihnen in einer Zeitung eingerollte Dokumente übergeben, sagten sie. Unmittelbar darauf seien sie von Beamten in Zivil in ein Auto gezerrt worden.

          Burma will am Dienstag mit einer Amnestie insgesamt 6520 Gefangene freilassen, wie das Büro von Präsident Win Myint mitteilte. Dieser hatte erst im vergangenen Monat bei zwei Massenamnestien Tausende von Häftlingen begnadigt. In Burma ist es üblich, dass die Behörden Gefangene um das traditionelle Neujahr, das am 17. April begann, freilassen.

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