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Burkina Faso : Russlands Vormarsch in Afrika

Wut auf Frankreich: Russische Flaggen während einer Demonstration am 20. Januar in Ouagadougou Bild: AFP

Nach Mali wendet sich Burkina Faso von Frankreich ab. Die Spezialkräfte sollen das Land verlassen. Marine Le Pen kritisiert „ein totales Scheitern“ – und Russland gewinnt immer mehr Einfluss auf dem Kontinent.

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          Die Militärregierung in Burkina Faso hat den militärischen Beistandspakt mit Frankreich aufgekündigt, den beide Länder am 17. Dezember 2018 unterzeichnet haben. Im französischen Außenministerium wurde bestätigt, dass der französischen Botschaft in Ouagadougou die diplomatische Note über die Aufkündigung übermittelt worden sei. Man erwarte aber, dass Übergangspräsident Ibrahim Traoré „das Ausmaß“ dieser Entscheidung erläutere, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Anne-Claire Legendre.

          Claudia Bröll
          Politische Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Kapstadt.
          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Zuvor hatte Präsident Emmanuel Macron gefordert, Traoré solle sich öffentlich dazu bekennen, den Abzug der französischen Truppen verlangt zu haben. Wie französische Diplomaten erläutern, will Paris damit Vorwürfe vermeiden, es lasse die Bevölkerung im Stich. In Mali hatte das Militärregime Macron angeprangert, nachdem er eine Vereinbarung mit der russischen Wagner-Miliz als rote Linie bezeichnet und mit einem Truppenabzug gedroht hatte. Letztendlich war Paris machtlos und musste seine Soldaten aus dem Land abziehen.

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