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Nach schwerem Fehlverhalten : Bundeswehr zieht Panzergrenadierzug aus Litauen ab

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Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am 9 Juni vor der Kabinettssitzung in Berlin Bild: dpa

Bundeswehrsoldaten stehen im Verdacht, sich bei einem Nato-Einsatz in Litauen der sexuellen Nötigung und Beleidigung schuldig gemacht zu haben. Auch Munition fehlt. Das Verteidigungsministerium prüft ihre fristlose Entlassung.

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          Das Verteidigungsministerium zieht an diesem Donnerstag einen kompletten Panzergrenadierzug aus dem NATO-Einsatz Enhanced Forward Presence in Litauen ab; einer militärischen Teileinheit mit gewöhnlich 34 Soldaten. Der Schritt steht im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen schweren Fehlverhaltens gegen zehn Soldaten der Teileinheit.

          Am Montag war bekannt geworden, dass gegen sie wegen rassistischer Beleidigung, Gewalt und sexueller Nötigung ermittelt wird. Zu den Details äußerte sich die Bundeswehr nicht. Die Zeitschrift Der Spiegel hatte zuvor von rechtsradikalen Liedern und Schlägereien auf einer Feier Ende April in Rukla berichtet sowie von einem sexuellen Übergriff auf einen schlafenden Soldaten.

          Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) schrieb am Mittwoch auf Twitter, das Fehlverhalten einiger Soldaten sei „ein Schlag ins Gesicht aller“, die in der Bundeswehr der Sicherheit Deutschlands dienten. „Das wird mit aller Härte bestraft werden.“ Das Verteidigungsministerium prüft, ob die Hauptbeschuldigten fristlos entlassen werden können. Im Zuge der Ermittlungen haben sich inzwischen noch weitere Verdachtsmomente ergeben, darunter ein Fehlbestand von 569 Schuss Handwaffenmunition.

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