https://www.faz.net/-gpf-a5us7

Verlegung ins Hauptquartier : Bundeswehr zieht aus Kundus ab

  • Aktualisiert am

Bundeswehrsoldaten im Oktober 2013 im Feldlager Kundus Bild: dpa

Rund 100 Soldaten sollen nach Mazar-e-Sharif verlegt werden. Dort ist das nördliche Hauptquartier der Nato-Mission „Resolute Support“ in Afghanistan. Das Camp in Kunduz soll bestehen bleiben.

          1 Min.

          Die Bundeswehr zieht in den nächsten Wochen aus dem afghanischen Kundus ab. Die etwa 100 dort stationierten Soldaten sollen in das nördliche Hauptquartier der Nato-Ausbildungsmission „Resolute Support“ in Mazar-e-Sharif verlegt werden. Dies teilte das Einsatzführungskommando in Geltow bei Potsdam am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

          Das an ein afghanisches Feldlager angebundene deutsche „Camp Pamir“ in Kundus soll aber bestehen bleiben. Je nach Bedarf sollen künftig Beraterteams dorthin geflogen werden, um dem Ausbildungsauftrag weiter nachzukommen.

          Eine ständige Bundeswehrpräsenz in Kundus wird es aber nicht mehr geben. Insgesamt sind 1250 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert, der größte Teil davon in Mazar-e-Sharif. Der dritte Standort ist die Hauptstadt Kabul.

          Die Abzugs-Entscheidung für Kundus wurde nach dpa-Informationen bereits im Spätsommer von der militärischen Führung des Nato-Einsatzes in Kabul getroffen. Mit der vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump vergangene Woche beschlossenen Beschleunigung des Abzugs der amerikanischen Truppen aus Afghanistan hat sie also nichts zu tun. Bis zum 15. Januar soll die amerikanische Truppenstärke von etwa 4500 auf 2500 Soldaten reduziert werden. Nur fünf Tage später, am 20. Januar, soll Trump vom Wahlsieger Joe Biden abgelöst werden.

          Die Vereinigten Staaten hatten mit den militant-islamistischen Taliban Ende Februar ein Abkommen unterzeichnet, das den schrittweisen Rückzug aller amerikanischen und Nato-Streitkräfte bis Ende April 2021 in Aussicht stellt. Die Taliban verpflichteten sich zu Friedensgesprächen mit der Regierung in Kabul, die im September aufgenommen wurden. Der Prozess geriet im Streit um Verfahrensfragen jedoch ins Stocken.

          Weitere Themen

          Party machen und plündern

          Gewalt in den Niederlanden : Party machen und plündern

          Die gewaltsamen Ausschreitungen in den Niederlanden reißen nicht ab. Die Polizei braucht lange, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Unter die Randalierer haben sich auch Teenager gemischt.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson am 25. Januar in London mit einer Dosis des Corona-Impfstoffs von Astra-Zeneca

          Großbritannien und die EU : Auch ein Impfstoff kann Beziehungen vergiften

          Großbritannien fasst Überlegungen der EU, die Impfstoff-Ausfuhr zu kontrollieren, als Drohung auf – und als Bestrafung für Lieferprobleme von Astra-Zeneca. Diese könnten auch mit dem niedrigen Preis zusammenhängen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.