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Medienbericht : Bundeswehr soll in Mali französische Einheiten unterstützt haben

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Bilder für Franzosen: Ein Drohne vom Typ Heron im Camp Castor in Mali Bild: dpa

Die deutschen Truppen sollen dem französischen Anti-Terror-Einsatz mit Drohnen und Hubschaubern assistiert haben, berichtet eine Zeitung. Das Verteidigungsministerium sagt, die Leistungen lägen „unterhalb der Mandatsschwelle“.

          Die Bundesregierung hat einem Zeitungsbericht zufolge eine enge Kooperation zwischen der Bundeswehr und französischen Anti-Terror-Einheiten im westafrikanischen Krisenstaat Mali bestätigt. Generalinspekteur Eberhard Zorn teilte am Mittwoch dem Verteidigungsausschuss des Bundestages mit, dass die Bundeswehr mit Drohnen und Hubschraubern unterschiedliche Unterstützungsleistungen für französische Truppen erbracht habe, wie die „Welt“ unter Verweis auf Teilnehmer meldete.

          „Welt am Sonntag“ hatte unlängst berichtet, dass im Dezember 2017 eine Heron-Drohne einen französischen Militäreinsatz in der Nähe von Gao begleitet habe. Im Januar 2018 fand demnach außerdem ein Transportflug zur Unterstützung französischer Kräfte mit einem deutschen Hubschrauber vom Typ NH90 statt.

          Zorn teilte den Parlamentariern laut „Welt“ nun mit, dass der Drohnen-Einsatz aufgrund einer akuten Bedrohung für ein deutsches Lager ausgeführt wurde. Die Bilder der Drohne seien nicht direkt an französische Einheiten, sondern an das UN-Hauptquartier in Bamako übermittelt worden.

          Auch den Transportflug mit dem Hubschrauber NH90 im Januar bestätigte der Generalinspekteur laut dem Blatt. Damals sei Munition des französischen Militärs von Kidal nach Gao transportiert worden. Solche Unterstützungsflüge seien üblich: Zwischen März 2016 und Juni 2018 habe es 20 Flüge gegeben, bei denen Personen oder Material für Frankreich innerhalb Malis transportiert worden sei.

          Zudem gab es nach Angaben des Generalinspekteurs in den vergangenen Jahren 713 Transportflüge der Bundeswehr als Unterstützung für das französische Militär in Westafrika über die malischen Grenzen hinaus, wie „Welt“ berichtete.

          Eine derartige Zusammenarbeit mit den französischen Anti-Terror-Einheiten finde jedoch „unterhalb der Mandatsschwelle“ statt, teilte das Verteidigungsministerium den Abgeordneten demnach mit.

          2012 hatten mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein. Frankreich unterstützt außerdem die G5-Sahel-Truppe - die gemeinsame Militäreinheit der Sahel-Staaten im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten. Dazu kommt der UN-Einsatz Minusma in Mali mit rund 12.000 Soldaten.

          Die Bundeswehr ist in Mali an dem UN-Einsatz Minsuma sowie an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt. Außerdem beteiligt sich Deutschland am Aufbau der G5-Sahel-Truppe.

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