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Bundeswehr im Dilemma : Freie Bahn für Terroristen in Mali

Soldaten der UN-Mission MINUSMA am 8. Februar 2022 in Timbuktu Bild: picture alliance/dpa/MAXPPP

Deutschland will seine Mali-Unterstützung nun auf die Mission der Vereinten Nationen fokussieren. Doch die Militärregierung in Bamako setzt längst auf Russland. Warum ist die Lage so vertrackt?

          7 Min.

          Die sonnengelbe Kunststoffwand mit spitzen Zinnen soll an die berühmten Lehmmoscheen von Timbuktu erinnern. In einem Pavillon auf der Expo-Messe in Dubai in diesem Frühjahr hat Mohamed Hamid den Besuchern mehrere Monate lang ein Stück der sagenumwobenen Wüstenstadt nahegebracht. Der 44 Jahre alte Künstler kreiert Silberschmuck und Waren aus Ziegenleder nach der Tradition seines Nomadenvolks, der Tuareg. Er selbst trägt ein besticktes Gewand mit weißem Turban und Gesichtsschleier. Das Geschäft sei gut gelaufen, bilanziert er gegen Ende der Messe. Mali kommt an.

          Claudia Bröll
          Politische Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          6000 Kilometer südwestlich, im echten Timbuktu, ist die Lage eine andere. Vorbei die Zeiten, als der Name der Wüstenstadt bei Reisenden Afrika-Sehnsucht entfachte und spektakuläre Musikfestivals wie das weltweit bekannte „Festival au Desert“ stattfanden. Auch ausländische Musiker wie Hubert von Goisern pilgerten damals in die Wüste. Hamid verkaufte Schmuckstücke an Touristen.

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