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Luftwaffe muss abdrehen : Naht das Ende des Mali-Einsatzes?

Bald Geschichte? Ein Fuchs-Transportpanzer unterwegs in Gao Bild: dpa

Das Militärregime in Bamako geht gegen diejenigen vor, die Mali helfen wollen. Afrikanische und westliche Partner werden boykottiert. Auch russische Söldner werden zur Belastungsprobe. Berlin prüft den Abzug.

          5 Min.

          Der Flug des A400M war eigentlich eine Routineangelegenheit. Am Mittwochnachmittag war der Militärtransporter vom niedersächsischen Wunstorf aus gestartet, dem Standort des Lufttransportge­schwaders 62. An Bord waren 74 Soldaten, die sich seit Monaten auf Mali vorbereitet hatten: Mit Lehrgängen für den Einsatz in der Wüste, Vorbereitungen auf die schwierigen Umstände bei der gefährlichen Mission der Vereinten Nationen (Minusma) und der europäischen Ausbildungsmission (EUTM). Zuletzt mussten sie trotz drei­facher Impfung und aktueller Tests noch zwei Wochen in eine strikte Corona-Quarantäne in abgeschirmten Hotels, unter an­derem in Bonn. Eine Maßnahme, die von manchen auch schon als eher schikanös empfunden werden musste.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Dann endlich ging es los. Doch kurz vor Erreichen des malischen Luftraums grätschte am Abend die malische Militärregierung dazwischen. Sie verbot dem Luftwaffen-Airbus den Überflug. Eigentlich hätte der Transporter auf einem Stützpunkt in Niger landen sollen. Von dort sollte es weiter zum deutschen Camp bei Gao ge­hen. Stattdessen musste die Maschine ge­gen 20 Uhr abdrehen. Da es der A400M nicht mehr vermocht hätte, unbetankt die annähernd 5000 Kilometer zurückzufliegen, wich der Pilot nach Kontakt mit dem Einsatzführungskommando schließlich nach den Kanarischen Inseln vor Westafrika aus und landete auf dem Flughafen Gran Canaria. Soldaten und Besatzung wurden vorerst in Hotels und Appartements der spanischen Ferieninsel untergebracht.

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