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Bundeswehr an der Ostflanke : Wie Litauen verteidigt werden soll

Ein deutscher Leopard-2-Panzer der NATO fährt am 7. Juni durch das Camp Adrian Rohn in Pabrade. Bild: dpa

Litauen ist das Land an der NATO-Ostflanke, in dem sich Deutschland besonders engagiert. Nun wappnet man sich mit den Verbündeten gegen die russische Gefahr.

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          Die Sicherheit Deutschlands wird auch in Litauen verteidigt. Seit fünf Jahren trägt die Bundeswehr für die baltischen Staaten eine herausgehobene Verantwortung. Dort führt sie einen der multinationalen Gefechtsverbände der NATO. Sie tut dies, um Litauen zu beschützen, mehr noch aber, um Russland abzuschrecken. Der Einsatz im Rahmen der Mission „enhanced Forward Presence (eFP)“ („verstärkte Vornepräsenz“) lief – wie so viele der Bundeswehr zuvor – bislang unter dem Radar der meisten Deutschen.

          Lorenz Hemicker
          Redakteur in der Politik
          Reinhard Veser
          Redakteur in der Politik.

          Seit Russland die Ukraine überfallen hat, hat sich das geändert. Die Sorge, dass der Kreml einen Angriff auf die baltischen Staaten riskieren könnte, ist sprunghaft gewachsen. Litauen gilt nun als Frontstaat, so wie seine Nachbarn auch. Die NATO hat Ende Juni ein neues Strategisches Konzept verabschiedet, das Russland als größte Gefahr benennt und den Anspruch formuliert, „jeden Zentimeter des Bündnisgebiets zu verteidigen“ – also auch jeden Flecken Erde in Litauen.

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