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Russland : Rückkehr eines Despoten

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Am Geburtstag des Sowjet-Diktators Josef Stalin pilgerten im vergangenen Dezember Anhänger zu seinem Grab an der Kremlmauer. Bild: dpa

Der sowjetische Diktator Josef Stalin wird in Russland immer noch von manchen Menschen geschätzt. Vor einem Museum in Pskow wurde nun eine Büste von ihm errichtet.

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          In Russland ist ein weiteres Denkmal für den sowjetischen Diktator Josef Stalin (1878-1953) errichtet worden. Die Büste wurde am Dienstag in einem Militärmuseum im Gebiet Pskow an der Grenze zu Lettland aufgestellt. Schon im Zweiten Weltkrieg sei der dortige sowjetische Frontabschnitt gegen die Deutschen nach Stalin benannt worden, sagte Museumsdirektor Pjotr Grintschuk nach Medienberichten: „Wir politisieren dieses Ereignis nicht. Doch die Verdienste dieses Mannes zu Zeiten des Krieges sind unbestritten.“

          Grintschuk erzählte weiter, die Büste sei am Feiertag der Verteidiger des Vaterlands aufgestellt und finanziert worden von der russischen Gesellschaft für Kriegsgeschichte und deren Pskover Zweigstelle.

          Nach einer kurzen Phase der kritischen Auseinandersetzung mit Stalin nimmt in Russland die Verehrung für den Diktator seit Jahren wieder zu. Auch in der südrussischen Stadt Pensa und in Jakutsk in Sibirien wurden seine Bildnisse aufgestellt. An diesem Donnerstag jährt sich zum 60. Mal die Geheimrede des sowjetischen Parteichefs Nikita Chruschtschow von 1956, in der er erstmals die Verbrechen seines Vorgängers angeprangert hatte.

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