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Bürgerkrieg in Libyen : Russland und die Türkei setzen sich militärisch fest

Besuch bei Freunden: Der türkische Verteidigungsminister verteilt Orden an libysche Kadetten. Bild: AP

Von Waffenruhe kann in Libyen trotz eines entsprechenden Vertrags keine Rede sein. Im Gegenteil. Russland und die Türkei nutzen die Zeit zu ihrem Vorteil, während der Westen mit Pandemiebekämpfung beschäftigt ist.

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          Nach fast zehn Jahren Bürgerkrieg mischt sich zum Jahresende in Libyen Zuversicht mit Pessimismus. Zwar haben die Kriegsparteien am vergangenen Freitag einen wichtigen Teil des vor zwei Monaten unterzeichneten Abkommens für eine dauerhafte Waffenruhe erfüllt und zum ersten Mal Gefangene ausgetauscht. Die externen Akteure Russland und Türkei nutzen die Waffenruhe jedoch auch, um ihren Einfluss zu konsolidieren, während die Aufmerksamkeit des Westens auf die Bekämpfung der Pandemie gerichtet ist.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          In Libyen wächst daher die Furcht, dass das Land wie Sudan geteilt werden könnte. Die Türkei unterstützt die Regierung in Tripolis im Westen Libyens, Russland den Rebellengeneral Chalifa Haftar in Benghasi im Osten.

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