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Impfen in Budapest und Prag : Hinwendung zum Osten

Die Alternative zu Europa: ein Mann wird in Moskau mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen Corona geimpft. Die Tschechische Republik und Ungarn haben nun größere Mengen davon bestellt. Bild: Reuters

In der Tschechischen Republik und Ungarn ist man wenig erfreut über die Impfstoffmengen aus der EU. Und greift nun auf Vakzine aus China und Russland zurück.

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          Angesichts der Schwierigkeiten mit der Bereitstellung von Impfstoffen in der Europäischen Union setzt die ungarische Regierung auf eine Ergänzung mit Vakzinen, die in der EU noch nicht allgemein zugelassen sind. Die Blicke sind dabei nach Osten gerichtet, konkret auf die russischen und chinesischen Präparate. Auch in anderen Ländern in der Region wird darüber diskutiert. So trugen in der Tschechischen Republik der gegenwärtige Gesundheitsminister und sein Vorgänger einen Interviewstreit über eine Zulassung des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ aus.

          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          In Budapest hat die Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán am Donnerstag beschlossen, dass jeder Corona-Impfstoff zugelassen werden solle, mit dem bereits mehr als eine Million Menschen immunisiert worden sind. Es sei dabei egal, wo auf der Welt dies geschehen sei, und sei es auf der Grundlage von Notzulassungen. Selbstverständlich werde das ungarische Zentrum für Nationale Volksgesundheit diese Impfstoffe vor ihrem Einsatz untersuchen, versicherte Orbáns Kanzleramtsminister Gergely Gulyás. Er warf der EU-Kommission vor, bei der Besorgung von Impfstoffen getrödelt zu haben, weswegen die von ihr bestellten Mengen nicht für eine Massenimpfung ausreichten, sondern nur für siebzig Prozent. Für den Rest sei man auf andere Quellen angewiesen, sagte Gulyás und nannte Sputnik V, Sinopharm (China), aber auch Astra-Zeneca (britisch-schwedisch).

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