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Ibiza-Affäre : Dieses Buch entlastet ihn nicht

Heinz-Christian Strache verlässt in der Präsidentschaftskanzlei ein Gespräch mit Bundespräsident Van der Bellen. Bild: dpa

Heinz-Christian Strache behauptet, ein Buch lasse seine Rolle in der Ibiza-Affäre in einem ganz anderen Licht erscheinen. Dabei benennt er konkret drei Punkte, ignoriert aber getrost jene expliziten Passagen des Videos, die schon allein zu seinem Sturz hätten führen müssen.

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          Rund ein Vierteljahr ist es her, dass Medien Ausschnitte eines Videos mit skandalösen Aussagen des damaligen österreichischen Vizekanzlers und FPÖ-Vorsitzenden Heinz-Christian Strache sowie des damaligen FPÖ-Fraktionsvorsitzenden Johann Gudenus veröffentlicht haben. Das führte zum Sturz der beiden und zum Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition. Der langjährige Vorsitzende der rechten FPÖ, inzwischen formell nur noch einfaches Parteimitglied ohne Amt oder Mandat, bezog sich am Mittwoch in einer etwas überraschenden Stellungnahme auf ein Buch zweier Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“, in dem sie die Ibiza-Affäre ausführlicher als bisher schildern: Er „danke für die vielen Klarstellungen und auch rehabilitierenden Richtigstellungen“, teilte Strache mit.

          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent für Österreich und angrenzende Länder mit Sitz in Wien.

          Das Buch erscheint an diesem Donnerstag. Frederik Obermaier und Bastian Obermayer schildern darin, wie sich jener Abend im Sommer 2017 auf der spanischen Insel zugetragen habe, also was auf dem Video zu sehen und zu hören sei. Veröffentlicht worden waren Mitte Mai durch die „Süddeutsche Zeitung“, den „Spiegel“ sowie die österreichische Wochenzeitung „Falter“ nur Zusammenschnitte von weniger als sieben Minuten.

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