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Verheerende Bilanz für Tories : Britische Konservative verlieren in Umfragen dramatisch an Zuspruch

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Die britische Premierministerin Liz Truss, am 23. September vor der Downing Street in London, kann nach vier Wochen im Amt historisch schlechte Umfrageergebnisse ihrer Partei vorweisen. Bild: Reuters

Verheerende Bilanz für Premierministerin Truss: Nur 21 Prozent würden laut einer Umfrage die britischen Tories wählen, damit liegen sie ganze 33 Prozentpunkte hinter der Labour-Partei. Als Grund gelten die Steuersenkungspläne.

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          Die regierenden Konservativen in Großbritannien unter Premierministerin Liz Truss haben wenige Tage vor dem Start ihres Parteitags dramatisch an Zuspruch der Wähler verloren. Wie aus mehreren Umfragen am Donnerstag hervorging, konnte die oppositionelle Labour-Partei ihren Vorsprung in der Wählergunst weiter ausbauen.

          Einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der konservativen Zeitung „The Times“ zufolge führen die britischen Sozialdemokraten mit 33 Prozentpunkten vor den Konservativen. Demnach sagten 54 Prozent der Befragten, sie würden Labour wählen, nur 21 Prozent sprachen sich für die Tories aus.

          Nur wenige Tage zuvor hatte YouGov einen Vorsprung von nur 17 Prozentpunkten ermittelt. Der neue Wert entspricht der „Times“ zufolge dem größten Umfragevorsprung einer Partei in Großbritannien seit Ende der 1990er-Jahre. Eine Umfrage des Instituts Survation bescheinigte Labour immerhin einen Vorsprung von 21 Prozentpunkten.

          Für Truss, deren Konservative sich von Sonntag bis Mittwoch zum Parteitag in Birmingham treffen, ist das eine verheerende Bilanz ihrer ersten vier Wochen im Amt. Den schlechten Umfrageergebnissen waren heftige Reaktionen der Finanzmärkte auf die vergangene Woche vorgestellten Pläne zu Steuersenkungen der britischen Regierung vorangegangen. Profitieren sollen davon vor allem Reiche. Doch Investoren hatten die ohne Pläne zur Gegenfinanzierung vorgestellten Maßnahmen nicht goutiert: Der Pfund-Kurs stürzte im Vergleich zum US-Dollar auf ein Rekordtief ab. Die britische Notenbank musste eingreifen und langfristige Staatsanleihen kaufen, um Pensionsfonds vor dem Kollaps zu bewahren.

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