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Nach Rücktritt von David Frost : Außenministerin Truss übernimmt Brexit-Verhandlungen

  • Aktualisiert am

Liz Truss am 12.12. beim G-7-Treffen in Liverpool Bild: Reuters

Brexit-Unterhändler David Frost war aus Unzufriedenheit über die Corona-Politik von Premierminister Boris Johnson zurückgetreten. Nun übernimmt Außenministerin Liz Truss die Aufgaben.

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          Nach dem Rücktritt des Brexit-Unterhändlers David Frost soll Außenministerin Liz Truss dessen Aufgaben übernehmen. Das teilte die britische Regierung am Sonntagabend mit. Die 46-Jährige soll künftig mit der Europäischen Union über die Umsetzung des Nordirland-Protokolls verhandeln. In dem Statement heißt es laut Sky News, Truss werde ab sofort die ministerielle Verantwortung für die Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU übernehmen. In dieser Rolle übernimmt sie nun auch als Chef-Verhandlerin die laufenden Gespräche mit Brüssel über Brexit-Sonderregeln für Nordirland.

          Frost hatte zuvor in einem Schreiben an Premierminister Boris Johnson seinen Rücktritt erklärt. Zur Begründung hieß es, er stimme mit der aktuellen Richtung der Konservativen Partei nicht überein. Auslöser sollen die jüngsten Corona-Beschlüsse gewesen sein. Auch Steuererhöhungen und Johnsons Klimapolitik sollen nicht der Vorstellung des Ex-Ministers entsprechen.

          Für Premierminister Boris Johnson kam Frosts Rücktritt zur Unzeit. Er hat gerade eine heftige Niederlage bei der Nachwahl in North Shropshire erlitten und einen Skandal um vermeintliche Lockdown-Weihnachtsfeiern in der Downing Street überstanden. Außerdem steigen die Corona-Inzidenzen in Großbritannien rasant.

          In den Verhandlungen mit der EU – sowohl über den Brexit-Handelspakt im vergangenen Jahr als auch in den Nordirland-Gesprächen – galt Frost als konservativer Hardliner. Truss war zuvor Handelsministerin und hatte mit Nicht-EU-Staaten Handelsverträge ausgehandelt.

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