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Bürgerkrieg in Nordirland : Der lange Schatten der „Troubles“

Angehörige der Opfer von Ballymurphy 1971 am 11. Mai 2021 in Belfast Bild: Reuters

Seit Jahrzehnten versuchen Hinterbliebene zu beweisen, dass britische Soldaten in Nordirland auch Unschuldige erschossen haben. Ein Bericht gibt ihnen nun Recht. Boris Johnson bittet um Verzeihung für die „gewaltige Pein“.

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          Seit Jahren verspricht die konservative Regierung, britische Soldaten, die im nordirischen Bürgerkrieg gedient haben, vor Strafverfolgung zu schützen. Zu einem Gesetz ist es bisher nicht gekommen – ein Grund dafür, dass der Staatssekretär für Militärbedienstete und Veteranen, Johnny Mercer, unlängst entnervt seinen Posten räumte. Am Dienstag zeigte sich, warum eine Amnestie so umstritten ist. In Belfast wiesen Juristen und Gerichtsmediziner nach einer zweieinhalb Jahre dauernden Untersuchung nach, dass britische Soldaten während der „Troubles“ auch auf Unschuldige geschossen haben.

          Jochen Buchsteiner
          Politischer Korrespondent in London.

          Boris Johnson entschuldigte sich am nächsten Tag vorbehaltlos für die Vorgänge – und für die „gewaltige Pein, die das lange Aufspüren der Wahrheit den Hinterbliebenen aufgebürdet hat“. Die in Belfast mitregierende Sinn Fein, die mit dem nationalistischen Aufstand verbunden war, sprach von einem „britischen Staatsmord“. Die unionistische DUP rang sich immerhin ab, die „Beharrlichkeit“ der Hinterbliebenen zu würdigen und dazu aufzurufen, das Untersuchungsergebnis zu „akzeptieren“.

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