https://www.faz.net/-gpf-9s0t1

Brexit-Chaos : Mögliche Minister-Rücktritte im Kabinett Johnsons

  • Aktualisiert am

Der Widerstand im Kabinett von Boris Johnson gegen einen Brexit ohne Vertrag wächst. Bild: AFP

Offenbar hat der britische Premierminister Boris Johnson eine Rebellion in seinem Kabinett zu befürchten. Der Widerstand gegen einen Brexit ohne Vertrag nimmt zu.

          1 Min.

          Dem britischen Premierminister Boris Johnson droht einem Zeitungsbericht zufolge wegen des Unmuts über seinen Brexit-Kurs Ärger in der eigenen Regierung. Nach Informationen der „Times“ vom Mittwoch stehen fünf Minister auf einer Liste möglicher Rücktrittskandidaten. Sie lehnen demnach einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ohne Vertrag ab.

          Bei den Absprungkandidaten handele es sich um Nordirland-Minister Julian Smith, Kulturministerin Nicky Morgan, Justizminister Robert Buckland, Gesundheitsminister Matt Hancock sowie um den Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox, den wichtigsten juristischen Berater der Regierung. In einer hitzigen Kabinettssitzung seien zudem Bedenken über Johnsons Chefstrategen Dominic Cummings geäußert worden, dem eine besonders kompromisslose Haltung in der Brexit-Diskussion nachgesagt wird.

          Ein Minister warnte laut „Times“, dass „eine sehr große Zahl“ konservativer Abgeordneter im Falle eines No-Deal-Brexits aus der Partei austreten werde. Der Brexit ist für den 31. Oktober geplant, beide Seiten zielen aber eigentlich auf eine Einigung vor dem EU-Gipfel Ende nächster Woche.

          Weitere Themen

          Der Griff nach der Hand des Teufels

          Syriens Kurden und Assad : Der Griff nach der Hand des Teufels

          Bedrängt durch die türkische Offensive schließen die Kurden einen Pakt mit Assad. Dabei wissen sie, dass dem syrischen Regime nicht zu trauen ist. Der Konflikt wird noch unübersichtlicher und explosiver.

          Topmeldungen

          Kündigt Sanktionen gegen die Türkei an: der amerikanische Präsident Donald Trump.

          Stahlzölle steigen : Trump kündigt Sanktionen gegen Türkei an

          Washington hatte Ankara mehrfach gewarnt, nun macht die Regierung ernst: Die Strafzölle auf Stahl aus der Türkei sollen wegen der umstrittenen Militäroffensive der Türkei in Syrien auf 50 Prozent steigen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.