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Brexit : Mögliche Cameron-Nachfolgerinnen wollen Freizügigkeit beschränken

  • Aktualisiert am

Zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich kündigt sich ein Konflikt wegen der Freizügigkeit an. Bild: dpa

Sowohl Theresa May als auch Andrea Leadsom haben sich für eine Beschränkung der Reise- und Niederlassungsfreiheit ausgesprochen. Für die EU ist die Freizügigkeit jedoch Voraussetzung für den Zugang zum Binnenmarkt.

          Die beiden Bewerberinnen um die Nachfolge des konservativen britischen Premierministers David Cameron haben sich für schärfere Regeln bei der Freizügigkeit für EU-Bürger nach einem Austritt aus der Union ausgesprochen.

          Sowohl Innenministerin Theresa May als auch Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom kündigten für den Fall ihrer Wahl an, die Niederlassungsfreiheit einzuschränken. Das Recht, sich niederzulassen und zu arbeiten, werde künftig durch Arbeitsgenehmigungen geregelt, sagte Leadsom der Zeitung „Times“ am Samstag. May sagte dem „Daily Telegraph“, die Kontrolle der Reise- und Niederlassungsfreiheit sei Bestandteil des Austritts aus der EU.

          Eines der Hauptargumente der Austrittsbefürworter beim Referendum am 23. Juni war, dass Großbritannien die Zahl der Einwanderer besser außerhalb der EU kontrollieren könne. Die Freizügigkeit in der EU ist allerdings Voraussetzung für den Zugang zum gemeinsamen Markt.

          Cameron hatte nach seiner Niederlage beim Brexit-Referendum den Rücktritt angekündigt. Bis zum 9. September entscheiden nun 150.000 Mitglieder der regierenden Konservativen Partei über seine Nachfolge.

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