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Störaktion am Eurostar-Bahnhof : Ein Jahr Haft für militanten Brexit-Anhänger

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Er war es nicht: Ein Mann mit dem Union Jack spaziert durch Berlin, als die damalige britische Premierministerin Theresa May Deutschland besuchte. Bild: dpa

Weil er den Zugverkehr durch den Kanaltunnel stundenlang behinderte, muss der Mann ins Gefängnis.

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          Ein britisches Gericht hat einen Brexit-Anhänger wegen massiver Behinderung des Zugverkehrs zwischen London und Frankreich zu einer einjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Das Urteil gegen den 44 Jahre alten Briten wegen des Vorfalls vom März sei am Montag durch ein Londoner Gericht verkündet worden, sagte Dean Percival von der britischen Verkehrspolizei am Donnerstag. „Seine Aktionen haben nicht nur der Bahn Kosten verursacht, sondern auch die Zeit Tausender Pendler und Urlauber verschwendet.“

          Der Mann war am 29. März, dem ursprünglichen Datum für den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs, auf das Dach eines Tunnels vor dem Londoner Bahnhof St Pancras geklettert. Dadurch brachte er den Verkehr der Eurostar-Züge durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal stundenlang zum Erliegen. Der Mann schwenkte eine England-Fahne und wurde schließlich von der Polizei festgenommen.

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          Johnson hat angekündigt, den Brexit spätestens am 31. Oktober vollziehen zu wollen, mit oder ohne einem Abkommen mit der EU. Die amerikanische Regierung hatte Großbritannien zuletzt Rückendeckung für einen harten Brexit gegeben. Oppositionsführer Jeremy Corbyn dagegen kündige einen Anlauf an, Johnson per Misstrauensvotum zu stürzen und einen ungeregelten Brexit zu verhindern.

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