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Europäer in Britannien : Wer bleiben will, muss sich sputen

Ein Mann mit EU-Flagge und -Barett im Dezember 2020 in London Bild: AFP

Bis Ende Juni müssen Europäer in Großbritannien ihren Aufenthaltsstatus klären. Hunderttausende Anträge fehlen noch. Die Regierung verspricht Flexibilität.

          3 Min.

          Bis kommenden Mittwoch müssen die Europäer, die in Großbritannien leben, einen neuen Aufenthaltstitel beantragt haben, aber mindestens 400.000 der mittlerweile sechs Millionen erwarteten Anträge fehlen noch. Das hat die Regierung in London am Mittwoch veranlasst, einerseits Erinnerungsschreiben an die Betroffenen abzuschicken und andererseits Ausnahmeregelungen anzukündigen.

          Jochen Buchsteiner
          Politischer Korrespondent in London.

          Der Staatssekretär im Innenministerium, Kevin Foster, sagte, dass jene, die die Frist verpassten, nichts fürchten müssten, weil ihre „Rechte festgeschrieben“ seien. Sie könnten ihren Antrag jederzeit nachreichen, sofern sie „vernünftige Gründe“ für die Verzögerung vorbrächten. Gleichzeitig schloss er aber eine pauschale Verlängerung der Antragsfrist aus. Premierminister Boris Johnson rief im Unterhaus alle Berechtigten auf, ihren Antrag bis zum 30. Juni zu stellen, und sprach von einem „großen Erfolg“ des Antragssystems.

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