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Britischer Premierminister : Nicht nur Schwarzer Peter

Werben für den Austritt: Der britische Premierminister Boris Johnson im April 2016, damals noch Bürgermeister von London und Tory-Abgeordneter Bild: AFP

Boris Johnson spielt mit der EU auch das „chicken game“. Es besteht die Gefahr eines Frontalzusammenstoßes.

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          Boris Johnson spielt nicht nur das „dumme Schwarzer-Peter-Spiel“, das EU-Ratspräsident Tusk ihm vorwirft. Der britische Premierminister beweist seine Spielernatur auch im „chicken game“, jener Mutprobe amerikanischer Jugendlicher, die Eingang in die Spieltheorie fand.

          Sie geht so: Zwei Autos rasen aufeinander zu. Wer ausweicht, ist der Feigling. Johnson setzt alles daran, der EU, die für ihn ein Huhn ist, zu signalisieren, dass er dem Zusammenstoß, dem ungeregelten Brexit, keinesfalls ausweichen werde, wenn es nicht zu einer Änderung des Abkommens in seinem Sinne komme.

          Die EU dagegen baut darauf, dass Johnson nicht so verantwortungslos sein könne, bis zum letzten Moment auf dem Gas zu bleiben. Es besteht die Gefahr, dass beide den jeweils anderen falsch einschätzen und es zum Crash kommt.

          Schon jetzt weist Johnson die Verantwortung dafür der EU zu – und damit auch für alle negativen Folgen, die Großbritannien aus einem Chaos-Brexit erwachsen würden. Es wäre keine Überraschung, wenn Johnson dann auch noch behauptete, er habe nie hinter einem Steuer gesessen.

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